Bei klassischen DBF-Anwendungen greifen die Clients über ein Netzlaufwerk (X:\ oder \\Server\Share\…) auf die Daten zu. Damit ist immer das SMB-Protokoll im Spiel:
Jeder Client öffnet die Datei direkt über den Netzwerk-Redirector.
Locks (FLOCK/RLOCK) müssen über SMB ans Server-Filesystem weitergereicht werden.
Risiken: zusätzliche Latenz, Oplocks/Leases, AV-Filtertreiber, Netzwerkaussetzer.
Anders beim Socket-basierten Microservice:
Nur ein Prozess am Server öffnet die DBF-Dateien – lokal über Laufwerksbuchstaben (D:\DATAWIN\…), also direkt über den Festplattencontroller, ohne SMB.
Alle Clients sprechen diesen Prozess über Sockets (TCP/HTTP/WebSocket) an.
Vorteile:
Kein SMB, kein Redirector → eine Fehlerquelle weniger.
Sauberes Locking: der Service entscheidet, wann FLOCK/RLOCK gesetzt und gelöst wird.
Linearisiert: konkurrierende Requests laufen in einer Queue → keine Rennbedingungen.
Robust gegen Netzabbrüche: nur der Socket bricht ab, die DBF bleibt konsistent.
Volle Kontrolle über Logging, Timeouts, Konflikt-Handling.
SMB = viele Handles, viel Koordination, anfällig.
Socket-Service = ein Handle, eine Instanz, volle Kontrolle.
Gerade bei DBF/CDX lohnt sich der Schritt weg vom Netzlaufwerk hin zum Microservice – stabiler, schneller, einfacher zu überwachen.
